Low Vision

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Der Begriff „Low Vision“ bedeutet wörtlich übersetzt „geringeres Sehen". Dahinter verbergen sich ganz unterschiedliche Sehbeeinträchtigungen, die Menschen jeden Alters betreffen können.
Mit „Low Vision“ wird ebenfalls der Arbeitsbereich bezeichnet, der sich mit den Sehproblemen des Einzelnen befasst. Hier wird gemeinsam mit den Betroffenen nach Hilfen und Lösungen gesucht, damit sie ihr individuelles Sehvermögen optimal nutzen können. Deshalb spricht man auch von einer Low-Vision-Beratung oder einem Low-Vision-Training.

Es gibt viele Augenerkrankungen, bei denen die Seheinschränkung mit einer normalen Brille nicht ausgeglichen oder verringert werden kann.

In Deutschland werden Blindheit und Sehbehinderung am häufigsten durch folgende drei Erkrankungen verursacht:
•    Altersbedingte Makuladegeneration (AMD)
•    Grüner Star (Glaukom)
•    Netzhautschädigungen durch Diabetes mellitus (diabetische Retinopathie)


Einstufungen von Sehbehinderungen mit bestmöglicher Korrektur oder Sehhilfe:
•    Mittelschwere Sehbeeinträchtigung: bis zu einer maximalen Sehschärfe (Visus) von 0,3 auf dem besseren Auge
•    Schwere Sehbeeinträchtigung: bis zu einer maximalen Sehschärfe (Visus) von 0,1 auf dem besseren Auge
•    Hochgradige Sehbehinderung: bis zu einer maximalen Sehschärfe (Visus) von 0,05 auf dem besseren Auge
•    Blindheit: bis zu einer maximalen Sehschärfe (Visus) von 0,02 auf dem besseren Auge
•    Amaurose: keinerlei Lichtwahrnehmung und optische Reizverarbeitung mehr vorhanden

Auch eine Einschränkung des Gesichtsfeldes auf weniger als 5 Grad gilt als Blindheit.


Der erste Schritt ist meist die Anpassung vergrößernder Sehhilfen. Das Ziel ist das Erreichen von Lesefähigkeit durch spezielle optisch oder elektronisch vergrößernde Hilfsmittel und durch deren Anwendung eine verbesserte Selbstständigkeit des Betroffenen.

Die Produktpalette reicht von einfachen Handlupen über Lupenbrillen, Monokulare und elektronische Hilfsmittel wie mobile und stationäre Bildschirmlesegeräte verschiedener Hersteller.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl von weiteren Alltagshilfen, die, richtig ausgewählt und eingesetzt, das Leben erleichtern.

 

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Erlernen neuer Techniken und Vorgehensweisen im Umgang mit der Sehbeeinträchtigung. Hier helfen Schulungen zur Verbesserung von Orientierung und Mobilität (O&M) oder in lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF).

Für eine ausführliche individuelle Beratung, Messung und Erprobung ist eine vorherige Terminabsprache in unserer Sehschule am Standort Rendsburg erforderlich. Hierzu bringen Sie am besten Ihre Brillen, bereits vorhandene Hilfsmittel oder Informationen über diese mit.

Gerne vermitteln wir Ihnen auch den Kontakt zu Beratungsstellen in Wohnortnähe oder  unverbindliche Anpass-Termine im Rahmen eines Hausbesuches externer Hilfsmittelhersteller.

Wir unterstützen Sie ebenfalls bei der Frage der Kostenübernahme durch die Krankenkasse und der Beantragung von Blindengeld.


 

Links

Website des DBSV
Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband

Website der PRO RETINAPRO RETINA
Selbsthilfevereinigung von Menschen mit Netzhautdegenerationen

Mobile Sehgeschädigten-Beratung Schleswig-Holstein
Rat und Hilfe bei Sehverlust

VISIO-N
Neue Berufsperspektiven für Menschen mit Seheinschränkungen

 

 

   



Download: Informations-Flyer Vergrößernde Sehhilfen

    


Podcast zum Thema:

 

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